Kraft, Bewegung, Verformung oszillieren zwischen den Dimensionen.

Christoph Robausch bevorzugt den Werkstoff Aluminium in Materialstärken und Weichheitsgraden, die ihm noch eine rein manuelle Materialbearbeitung ermöglichen. Aus den dynamischen Übergängen von deformierter Fläche zum räumlichen Körper und der Entkörperung zurück zur dreidimensionalen Fläche ergeben sich ungewöhnliche reliefartige Wandbilder und freistehende Skulpturen mit organischen Strukturen. Die aufgerissenen, ins blanke Metall klaffenden Farbfelder machen die Brüche und Sprünge zwischen den Dimensionen sichtbarer. Durch weitere manuelle Akte der Verdichtung und Bearbeitung werden die zunächst oberflächigen Farbfelder wieder in tiefer in das Metall zurückversetzt. Diese eigenwillige, über Jahre hinweg entwickelte Arbeitsweise erweckt eine geheimnisvolle, zeitlose Gegenwart in seinen Arbeiten.

Christoph Robausch, geboren 1959, studiert Architektur an der TU Graz und Werbung an der WU Wien. gewinnt als Student mehrere Designwettbewerbe und ist dann in den Bereichen Produktdesign, Innenarchitektur und Werbung in führenden Positionen tätig. 1999 beendet er seine berufliche Karriere und erwirbt umfassende Programmierkenntnisse. Es folgt eine intensive Phase mit Auftragsarbeiten und eigenständigen Werken im kreativen digitalen Bereich. 2016 verlagert er sein künstlerisches Schaffen weg vom digitalen hin zu einer stark manuell geprägten Arbeitsweise und konkretenTransformationsprozessen. Nach vielen Jahren in Wien arbeitet und lebt Robausch wieder in Graz.